Ausbildung
Die Ausbildung zum Maler und Lackierer dauert drei Jahre. Die Fachrichtung wählst du mit deinem Ausbildungsbetrieb. Für die Arbeit an Gebäuden liegt Gestaltung und Instandhaltung nahe. Wer lieber an Fahrzeugen arbeitet, sucht einen Ausbildungsplatz als Fahrzeuglackierer, für die Serienfertigung als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik.
Als Malerhelfer starten
Malerfachhelfer und Lackiererhelfer sind häufige Einstiegsstellen ohne Abschluss. Wer im Beruf bleibt, kann sich nach viereinhalb Jahren Berufstätigkeit zur Gesellenprüfung anmelden. Das entspricht dem Eineinhalbfachen der Ausbildungsdauer. Die Handwerkskammer entscheidet über die Zulassung und kann Zeiten in verwandten Berufen berücksichtigen. Wer als gelernte Kraft im Sinne des Tarifvertrags gilt, fällt unter den höheren Branchenmindestlohn für Gesellen.
Meister und Weiterbildung
Die Meisterprüfung im Maler- und Lackiererhandwerk ist Voraussetzung für die Eintragung in die Handwerksrolle. Sie öffnet den Weg zur Selbstständigkeit und zu Leitungsstellen. Das Aufstiegs-BAföG kann Lehrgangs- und Prüfungsgebühren fördern, dazu einen Teil der Materialkosten für die praktische Meisterarbeit. Frag bei deiner Handwerkskammer nach Terminen für Vollzeit- und Teilzeitkurse.
Nach der Ausbildung
Nach der Gesellenprüfung lohnt es sich, einige Jahre in verschiedenen Bereichen Erfahrung zu sammeln: Altbausanierung, Fassadendämmung, dekorative Techniken, Bodenbeläge. Diese Breite hilft bei der Meisterprüfung und bei Bewerbungen auf Vorarbeiterstellen. Wer sich spezialisieren will, findet in Korrosionsschutz, Denkmalpflege oder Fahrzeuglackierung eigene Nischen mit gefragten Kenntnissen.
Wiedereinstieg nach einer Pause
Wer nach Jahren in einem anderen Beruf ins Malerhandwerk zurückkehrt, sollte im Gespräch offen sagen, welche Techniken sicher sitzen und wo Übung fehlt. Materialien und Systeme haben sich weiterentwickelt, etwa bei Dämmung und Farben. Frag nach Einarbeitung und Herstellerschulungen. Viele Betriebe schätzen Erfahrung und nehmen sich Zeit für die Auffrischung.
Probezeit nutzen
Die ersten Monate sind für beide Seiten ein Test. Frag in der Probezeit aktiv nach Rückmeldung zu Arbeitsqualität und Tempo. So weißt du früh, wo du stehst.
Bewerbungsunterlagen
- Gesellenbrief mit Fachrichtung oder Nachweise über bisherige Arbeiten
- Fotos von Projekten, etwa Fassaden, Treppenhäuser oder Lackierarbeiten
- Nachweise über Schulungen, zum Beispiel für Wärmedämmverbundsysteme oder Spritztechnik
- Führerschein, wenn Baustellen im Umland angefahren werden
Viele Betriebe laden zum Probearbeiten ein. Kläre vorher Dauer, Bezahlung und ob Arbeitskleidung gestellt wird.
Wer nach der Probezeit bleibt, sollte gemeinsam mit dem Betrieb einen Plan für Weiterbildung und Verantwortung festhalten.