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Gehalt als Maler und Lackierer: Mindestlohn und mehr

Der Branchenmindestlohn für Gesellen und was darüber hinaus zählt.

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Branchenmindestlohn für Gesellen

Im Maler- und Lackiererhandwerk gilt für gewerbliche Arbeitnehmer ein Branchenmindestlohn per Verordnung. Für gelernte Arbeitnehmer, also Gesellen, beträgt er seit dem 1. Juli 2026 16,13 Euro je Stunde. Die Verordnung gilt bis zum 30. Juni 2027. Der Betrag ist eine Untergrenze. Tarifverträge und einzelne Betriebe können mehr zahlen.

Für Beschäftigte ohne Gesellenabschluss gilt mindestens der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde.

Gehälter auf dieser Seite

28.000–36.000 € brutto/Jahr
Maler und Lackierer Helfer (m/w/d), AlphaConsult Premium KG, Kreuzau
30.000–42.000 € brutto/Jahr
Maler/Lackierer (m/w/d), DEKRA Arbeit GmbH, Magdeburg
55.000–70.000 € brutto/Jahr
Malermeister als Projektleiter Mieter- und Objektausbau (m/w/d), Curato, Düsseldorf

Beispielrechnung zum Mindestlohn

Um den Branchenmindestlohn einzuordnen, hilft eine einfache Rechnung: 16,13 Euro je Stunde bei 40 Wochenstunden ergeben rund 2.800 Euro brutto im Monat, gerechnet mit 52 Wochen durch zwölf Monate. Liegt ein Angebot für Gesellen darunter, stimmt etwas nicht. Liegt es darüber, prüfe, welche Bestandteile fest sind und welche von Leistung oder Auftragslage abhängen.

Fragen für das Gespräch

  • Welche Lohngruppe oder welcher Stundenlohn gilt für mich?
  • Wie werden Fahrtzeit und Wege zu Baustellen vergütet?
  • Gibt es Zuschläge für Arbeiten auf Montage oder am Wochenende?
  • Wie wird Arbeitsausfall bei schlechtem Wetter geregelt?
  • Stellt der Betrieb Arbeitskleidung und Atemschutz?

Notiere die Antworten und vergleiche mehrere Angebote nebeneinander.

Industrie und Fahrzeug

Der Branchenmindestlohn gilt für das Maler- und Lackiererhandwerk. Fahrzeuglackierer in Karosseriebetrieben oder Industrielackierer in Produktionsbetrieben arbeiten oft unter anderen Tarif- oder Vertragsregeln. Frag dort gezielt nach dem geltenden Tarif, der Eingruppierung und den Schichtzuschlägen. In der Produktion kommen häufig Zuschläge für Spät- oder Nachtschichten hinzu.

Was den Lohn verändert

  • Handwerk oder Industrie: Beschichtungsanlagen in der Produktion arbeiten oft im Schichtbetrieb mit Zuschlägen
  • Spezialisierung, etwa Fassadendämmung, Bodenbeläge, Korrosionsschutz oder Spot-Repair am Fahrzeug
  • Vorarbeiter- oder Meisterfunktion mit Aufmaß, Kalkulation und Kundengespräch
  • Montageeinsätze mit Übernachtung und Auslöse

Viele Stellen auf dieser Seite kommen von Personaldienstleistern. In der Zeitarbeit darf ein Tarifvertrag beim Entgelt nur in den ersten neun Monaten eines Einsatzes vom Grundsatz gleicher Bezahlung abweichen, danach nur unter weiteren Bedingungen. Frag nach dem Einsatzbetrieb und danach, ab wann welcher Lohn gilt.

Wer zwischen Handwerk und Industrie wechselt, sollte beide Angebote auf ein Jahresgehalt umrechnen, mit allen Zuschlägen, Sonderzahlungen und den tatsächlich zu erwartenden Wochenstunden.

Auch Zulagen für Schmutz- oder Höhenarbeit können eine Rolle spielen, wenn sie vereinbart sind.

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